Sportprojekt - In der Wannweiler Uhlandschule gehört auch der Pausensport zum bewegungserzieherischen Konzept

 

Rumhüpfen statt nur rumstehen

 

VON MICHAEL MERKLE

 

WANNWEIL. Wenn das Klingelzeichen die Schüler aus den Klassenzimmern in die große Pause lockt, ist auf dem Schulhof in der Wannweiler Uhlandschule so richtig was los. Zum Konzept der Grundschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt gehört auch der Pausensport. Sind die Brote verdrückt und die Trinktüten geleert, können die Schüler nach Lust und Laune ihren Bewegungsdrang ausleben.

 

»Das ist ein Angebot, kein Zwang«, stellt Sportlehrer Klaus Brenzel klar, der zusammen mit Iris Reinhold und den anderen Kollegen das vom Kultusministerium unterstützte Projekt an der Schule umsetzt. Die auf dem Schulhof aufgezeichneten Spielflächen sollen die Kinder zum Spiel animieren. Und es dauert tatsächlich nicht lange und zahlreiche Schüler hüpfen von Wolke zu Wolke, die auf dem Boden aufgemalt sind. (Die Farben für die aufgezeichneten Spielflächen wurden schon zum 2. Mal von der Firma Maler Heinrich in Wannweil gespendet (Anmerkung Webmaster)).

Damit die Spielflächen nicht vom Wetter ganz verlassen sind, haben Lehrer zusammen mit Eltern nach den Ferien zum Pinsel gegriffen und mit vom Wannweiler Malerbetrieb Heinrich gespendeten Farben die Flächen neu bemalt. »Die sind vor vielen Jahren in einer Projektwoche entstanden«, erläutert Klaus Brenzel. Die Spielflächen seien aber nur ein Mosaikstein im Gesamtkonzept.

Die 300 Schüler können in dem Hof nämlich noch viel mehr machen und die Pause aktiv verbringen. Neben einer Kletterwand gibt es auf der Fläche zwischen der Uhlandhalle und dem Schulgebäude auch Tischtennisplatten, neu installierte Reck- und Balancierstangen sowie ein komplett erneuertes Volleyballfeld. »Das wird gut angenommen«, berichtet der 42-Jährige.

So habe beispielsweise die neue Kollegin Elke Dreher in der fünften und sechsten Klasse mit Hauptschülern eine Volleyballeinheit im Sportunterricht gemacht. In den Augen von Klaus Brenzel war das ein echter Erfolg. »Die haben dann dort oft auch vor, während und nach der Schule Volleyball gespielt.« Erst vor zwei Monaten hat die Wannweiler Uhlandschule in Rust vom Kultusministerium die offizielle Zertifizierungsurkunde als Grundschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt bekommen.

Die an dem Projekt teilnehmenden 300 Schulen hatten sich dazu verpflichtet, mindestens 200 Minuten Sportunterricht pro Woche anzubieten sowie ein vielfältiges ergänzendes Bewegungsangebot zu schaffen.

Ziel ist es, motorische Defizite bei Kindern und Jugendlichen zu verhindern oder zu beheben und die körperliche Leistungsfähigkeit insgesamt zu steigern. »Der Sport hat eine positive Wirkung auf das Klassenklima«, gibt Brenzel wieder was auch viele seiner Kollegen beobachtet hätten. Der Teamgeist sei deutlich gestiegen.

Richtig sportlich geht es auch jetzt in der Adventszeit weiter. Am 17. Dezember wird zum dritten Mal das Weihnachtsschwimmen veranstaltet, bei dem das Becken nicht nur durchschwommen werden kann.

Alte Surfbrettern bringen einen Hauch von hohen Wellen und Brandung in das Schwimmbad. Außerdem werden zahlreiche Gegenstände zum Spielen im Wasser sein. (GEA)